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Fridays for Future – Maybachs für vorgestern!

mein-auto-blog wird sicherlich nicht in den Kanon des Bashes ob der unsinnigen SUVs einstimmen, denn dies wäre schlicht nicht richtig. SUVs haben einen Sinn, wenn man einen Nutzungszweck hat, der zu den Vorteilen von höher gelegten und Allradgetriebenen Personenbeförderungsfahrzeugen passt. Und nein, die eigenen Blagen in den Kindergarten um die Ecke zu chauffieren meine ich damit nicht.

Für manche Menschen ist es einfach nur das subjektive, wohlige, empfinden von Sicherheit. Sicher ankommen. Sicher fühlen im täglichen Straßenverkehr. Mir – als jemand, der sich auch um die Effizienz von modernen SUVs informiert – reicht dieses subjektive Wohlbefinden des Käufers bereits als Kaufgrund. Denn – wir leben ja nicht im Sozialismus in denen alle gleich, nur manche gleicher sind. Die Erfüllung des persönlichen Wunsch-Horizontes mag eines jeden Ziel bleiben – geschenkt.

Am Freitag schuf Maybach den GLS 600

Und auch wenn der Autor niemals Veganer wird, weniger Fleisch zu essen, erachte ich als sinnvoll. Und auch, weil ich niemals eine Lösung zum herausfischen von Mikroplastik aus den Ozeanen erfinden werde, halte ich ein Verbot von Plastik-Einweg-Verpackungen als sinnvoll. Und auch wenn ich niemals alleine das Klima werde retten können – ich bin bereit meinen Teil dazu beizutragen. Weniger Fleisch, weniger sinnlose Kilometer, sowohl auf der Autobahn, als auch in der Luft. Weniger von allem. Weniger Konsum. Muss es denn immer die XXL-Supersize-Variante sein?

„Scheiß drauf“ – dachte man sich bei Mercedes-Benz

Damit es möglichst weit wenig vom kritischen Gedanken geschieht, ganz nah am Ort des zukünftigen Absatzmarktes, hat Mercedes-Maybach seinen neuen Über-SUV in China präsentiert. Der Mercedes-Maybach GLS 600 ist die in Blech, Leder und Scham gehüllte Überdrüssigkeit des bräsigen Konsumrausches in der Automobilen Endgeschichte.

Da kann man sich in Stuttgart noch so gerne in die Rolle des Welt-Verstehers begeben, ein Feigenblatt der Elektrifizierung mit einer Verspätung auf den Markt bringen, die dem Vorstand der Deutschen Bahn mehr als nur Hochachtung abringt – wer sich dieser Blöße, der Verlockung der Penunze im fernen Osten hingibt, der verrät alle Ideale der zukünftigen CO-Ziele.

Der neue Mercedes-Maybach GLS 600 ist ein auf bald 6 Meter aufgepumptes Status-Symbol, dessen einziger Sinn darin liegt, den Status der Kundschaft möglichst Widerspruchsfrei auf die Straße zu bringen. Wo sich sonst bis zu 7 Personen im Stuhlkreis um Argumente streiten können, wieso es gerade noch sinnvoll sein könnte, ein Fortbewegungsmittel in der Größe eines Kleinbuses mit mehr als 550 PS anzubieten – hüllt der GLS 600 gerade einmal 4 Erwachsene in eine ordinäre Pracht aus Oligarchen-Schick. So müssen sich Neureiche den Wohlstand vorstellen.

Mercedes-Benz präsentiert mit dem Mercedes-Maybach GLS 600 einmal mehr den Anspruch – auch beim Überflüssigen ganz vorne dabei zu sein.

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