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1.000.000 km im Tesla. Toll.

Dieser Blog ist eine Antwort auf: https://emobly.com/de/news/erster-tesla-erreicht-eine-million-kilometer/

Was eine sagenhaft einseitige Berichterstattung. Schade, damit verspielt man viel Glaubwürdigkeit. Nach diesem Quatsch: „Schon diese Zahl ist übrigens ein völlig ausreichender Wert, weil das durchschnittliche deutsche Auto bereits nach 150.000 km verschrottet wird“ müsste man eigentlich sofort diese Seite löschen. Was ein Bullshit.

(nur gedacht: Kurz auf den Autor geschaut, ach herrje, der kleine e-Auto Faschist von Twitter. Gut, sagt alles. )

Da hat jemand 1.000.000 km erreicht. Super. W123-Fahrer und Volvo-Fahrer lächeln jetzt müde. Er hat es mit einem Tesla geschafft. Gut. Schön – endlich mal ein Beweis, dass man mit versemmelten Verarbeitungsqualitäten alleine, den Krieg nicht verliert. Ach – von den 13.000 € in 5 Jahren abgesehen, gingen alle anderen Reparaturen auf TESLA-Kosten. Hm. Wie wäre das wohl in einem Tesla der 60 Jahre alt ist? Denn genau das wäre das Alter, welches ein Durschschnitts-Automobil erreichen müsste, um bei der jährlichen Fahrleistung des Bundesbürgers auf 1.000.000 km zu kommen.

Kinder – lassen wir die Kirche mal im Dorf.

1.000.000 km im E-Auto super – soll man feiern. Wenn es wirklich notwendig war, an jedem Arbeitstag knapp 1.000 km mit dem Auto fahren zu müssen, dann ist das wirklich ein toller Erfolg. Ist es ein Grund zur Überheblichkeit?

Ganz sicher nicht.

Ein Tesla besteht aus dem gleichen Baukasten, den jeder Automobil-Hersteller in der Industrie verwendet. Das man gerade dem Vielfahrer nun avisiert – gerne, finde ich ja super – jeder Liter der nicht verbrannt wird..usw…aber die Überheblichkeit die in diesem Artikel mitschwingt sorgt nicht für Begeisterung oder Akzeptanz, sondern für noch mehr Ablehnung. Und das mit recht.

E-Autos spielen immer eine besondere Stärke aus, wenn es um Mobilitätsfragen mit kurzer Distanz dreht. Gerade der Vielfahrer sollte sein Mobilitätsbedürfnis hinterfragen. Denn auch Öko-Strom zu verblasen, ist verblasen von Energie. Wenn es denn, immer, Öko-Strom ist. Und 1.000 km im Schnitt, je Werktag? Ernsthaft? Was ist der Einsatzzweck? Spendernieren an Orte zu bringen die vom Flugverkehr abgeschnitten sind?

Ich mag e-Autos. Ich halte sie für eine Bereicherung. Und in vielen Belangen auch für eine Lösung – allerdings nicht, wenn man ein asoziales Elend gegen ein anderes eintauscht und nur die Lackfarbe ändert. Ein Auto mit einer 100 kWh-Batterie? FÜR WAS BITTE? Das wären drei Autos die Kurzstrecken-Benziner ersetzen. Für den gleichen CO2-Foootprint bei der Erstellung.

Mobilität und Wandel sollten gerecht erfolgen – und weniger Überheblich. Dann klappt das auch mit der Akzeptanz.

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2 Comments

  1. Jo Wissen Jo Wissen

    Habby, Du enttäuscht mich sehr.
    Ich hätte eine bessere Analyse und auch keine offensichtlichen Fehler (100 kWh im P85) erwartet.
    Und jemanden als Faschisten zu bezeichnen, geht gar nicht. Es sei denn, er stände politisch in der äußersten rechten Ecke.
    Die Sinnhaftigkeit ergibt sich aus der Demonstration der Tauglichkeit und Dauerhaftigkeit von E-Autos wider den Volksglauben des achso kurzlebigen Akkus. Hansjörg Gemmingen wird in kleinster Weise von Tesla unterstützt, jedenfalls nicht mehr als jeder andere Kunde von Tesla auch.
    Gruß
    Ralph vom YT-Kanal Nur_noch_elektrisch

    • Habby Habby

      100 kWh? Das steht in keinem Bezug zum 1.000.000 km Tesla, sondern zur aktuell verfügbaren Größe. Und das ist asozial.

      Die Analyse ist simpel: Wer 200.000 km im Jahr fährt, der sitzt in einem E-Auto falsch.

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